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Ausbildung im E-Commerce

Während und nach der Ausbildung im E-Commerce: Aufgaben, Gehalt und Weiterbildungsmöglichkeiten

Datum
30.03.2023
Lesedauer
Im Einzelhandel gibt es Einzelhandelsleute, im Großhandel Großhandelskaufleute. Und im E-Commerce? Für diesen Bereich gab es lange Zeit keinen eigenen Ausbildungsberuf bis 2018 aufgrund des E-Commerce Booms die duale Ausbildung mit der Fachrichtung E-Commerce ins Leben gerufen wurde.


Inhaltsverzeichnis:


Das wichtigste in Kürze:

  • Kaufleute im E-Commerce sind Allrounder für Online-Shops
  • In der Ausbildung im E-Commerce bist du an der gesamten Wertschöpfungskette beteiligt 
  • Die Verantwortungsbereiche der E-Commerce Kaufleute sind zwischen den Unternehmen sehr unterschiedlich 
  • Im E-Commerce sind Jahresgehälter bis 70.000 € - manchmal auch darüber - möglich
  • Nach deiner Ausbildung im E-Commerce hast du viele Weiterbildungsmöglichkeiten


Welche Aufgaben hat man in der Ausbildung im E-Commerce?

Kaufleute im E-Commerce sind Allrounder und übernehmen je nach Unternehmen unterschiedliche Tätigkeiten und Aufgabenbereiche. Insgesamt sind sie für die Konzeption, Entwicklung und Umsetzung von Online-Handelsstrategien verantwortlich. Typischerweise umfassen die Aufgabenbereiche der meisten E-Commerce-Kaufleute folgende Tätigkeiten


Produktmanagement

Ähnlich wie im Einzelhandel sind E-Commerce Kaufleute für das Produktmanagement zuständig, nur eben online. Konkret heißt das, du wählst die Produkte aus, die in den Shop aufgenommen werden sollen, und überwachst deren Bestand, Preise und Verfügbarkeit. Oft hast du dabei freie Hand bei der Wahl der Präsentation im Shop.


Marketing und Werbung

So, die richtigen Produkte sind im Shop, was nun? Jetzt kommt die Werbung! Im E-Commerce musst du Marketing- und Werbestrategien entwickeln und umsetzen. Dabei gibt es Disziplinen, die vor allem zum Online Marketing Manager gehören (Was ein Online Marketing Manager macht, erfährst du hier). Zum Beispiel das Schalten von Anzeigen bei Google, Videoproduktionen für YouTube und Content-Strategien für Social Media. Das hängt ganz vom Unternehmen ab. Größere Unternehmen, wie zum Beispiel Konzerne, können eine strikte Trennung zwischen E-Commerce und Marketing vornehmen, wodurch dieser Punkt in deiner E-Commerce Ausbildung vielleicht weniger präsent ist. 

Kundenbetreuung

In deiner Ausbildung im E-Commerce hast du zwangsläufig viel Kundenkontakt. Genau wie im Ladengeschäft musst du Kunden beraten und ihre Fragen beantworten. Nur eben per Telefon, E-Mail oder auch Chat. Oft geht es dabei um allgemeine Fragen zum Versand, zur Ware oder auch zur Rücksendung von Waren. Diese Abläufe lernst du in der Ausbildung kennen und kannst sie entsprechend wiedergeben.

Datenanalyse & Webshop-Entwicklung

Logisch, dass man sich im E-Commerce mit dem eigenen Webshop beschäftigt. Doch wie sieht das genau aus? In der Regel verwendest du gängige Analysetools wie Google Analytics, um Trends, Verhaltensdaten und Muster zu erkennen. Brechen Menschen ihren Einkauf häufig an bestimmten Stellen ab? Wie bewegen sich die Nutzer durch den Shop? Welche Seiten sind am beliebtesten? Diese Fragen musst du im E-Commerce anhand von Daten fundiert beantworten können und daraufhin Optimierungen vorantreiben, um zum Beispiel die Abbruchquote zu senken. In der Ausbildung im E-Commerce ist es daher wichtig, eine Affinität zu Zahlen und Daten zu haben. Dabei geht es nicht um höhere Algebra, sondern darum, Zahlen auswerten und interpretieren zu können. Etwas, das du in der Ausbildung im E-Commerce ganz selbstverständlich lernst. 


Logistik und Versand

Kaufleute im E-Commerce sind oft an der gesamten Wertschöpfungskette des Webshops beteiligt, so auch im Versand. Im E-Commerce bist du für Logistik und Versand zuständig, was nicht bedeutet, dass du die Ware selbst verpacken musst. Vielmehr geht es darum, den Versand zu organisieren, mit Lieferanten zusammenzuarbeiten und die Lieferungen zu überwachen. 


Welche betrieblichen Unterschiede gibt es im E-Commerce? 

Wenn du eine Ausbildung im Bereich E-Commerce beginnen möchtest, ist das Unternehmen, bei dem du dich bewirbst, der entscheidende Faktor. Denn die oben genannten Tätigkeiten können von Betrieb zu Betrieb stark variieren. In Konzernen ab einer gewissen Größe können die Aufgabenbereiche strikt abgegrenzt sein. Während du dich um den Webshop kümmerst, ist für das Marketing eine ganz andere Abteilung zuständig. In anderen Unternehmen könntest du, wie oben beschrieben, eine zentrale Organisations- und Drehscheibe im E-Commerce sein.

Bei uns liegt der Schwerpunkt der Ausbildung im E-Commerce auf Online-Marketing, sowie die Datenanalyse und die daraus resultierende Webshop-Entwicklung. Dabei nehmen wir in einigen Punkten wie Zahlungsabwicklung und Produktmanagement eher eine beratende Rolle ein und unterstützen unsere Kunden dabei, die richtigen Entscheidungen für ihren Webshop zu treffen. Logistik und Versand fallen komplett raus und die Kundenbetreuung bezieht sich nicht auf die Anfragen der Endkunden im jeweiligen Shop, sondern auf unsere Ansprechpartner in den jeweiligen Unternehmen, die Fragen und Anforderungen zu bestehenden Marketingkampagnen und der Weiterentwicklung des Webshops haben. Wie das konkret bei uns abläuft, erzählt euch Fabricio in unserem Video: E-Commerce Kaufmann: Ausbildungsalltag in einer Agentur 

Ausbildung im E-Commerce


Welchen Abschluss brauche ich im E-Commerce?

Viele Wege führen nach Rom. Um bei uns einzusteigen, brauchst du kein Studium. Wir haben sehr gute Erfahrungen damit gemacht ambitionierte Menschen auszubilden. Wir bilden sowohl Kaufleute für Marketingkommunikation, als auch Kaufleute im E-Commerce aus. Wie viele Arbeitgeber schauen wir dabei weniger auf die Noten, oder den Abschluss, sondern vielmehr auf die Einstellung und die Begeisterung für den Beruf, die jemand mitbringt.
Natürlich kannst du auch studieren. Auch hier stehen dir viele Wege offen. Ein klassisches BWL-Studium mit Schwerpunkt Marketing oder gleich ein Marketing oder E-Commerce Studium. Gerade die klassischen Studiengänge haben in der Regel eher weniger mit Marketing zu tun, geben dir aber einen Vorgeschmack auf das, was auf dich zukommen kann.

Was verdienen Kaufleute im E-Commerce?

Hier kommt es ganz auf deine Entwicklungsstufe an. Es lässt sich allerdings sagen, das egal auf welcher Stufe du unterwegs bist, du eine ordentliche Vergütung erhalten kannst.
Wir haben sie hier grob für dich aufgelistet:


Azubi im E-Commerce

Je nach Betrieb und Lehrjahr sind hier Gehälter von zwischen 600€ Brutto im ersten bis zu 1.100€ Brutto im dritten Lehrjahr festgesetzt.


Junior E-Commerce Manager

Das ist deine Gehaltsklasse frisch nach dem Studium, oder einer erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung. 
In dieser Klasse verweilst du, je nach Talent, 2-3 Jahre. Für gewöhnlich kannst du hier mit einer Gehaltsspanne zwischen 30.000 - 40.000 Euro pro Jahr rechnen.


E-Commerce Manager

Die mittlere Gehaltsklasse. Meistens hast du bereits ein paar Jahre Erfahrung und konntest dich bei verschiedenen Projekten unter Beweis stellen.
Hier wächst dein Gehalt auf bis zu 60.000 € pro Jahr an. 


Senior E-Commerce Manager

In den meisten Unternehmen ist dies die höchste Gehaltsstufe, mit ein paar Ausnahmen, wie z.B. Vorstandsmitglieder, oder CMOs. 
Unabhängig davon kann man sich spätestens hier dazu entscheiden zusätzliche Personalverantwortung zu übernehmen. 
Bis zu 70.000 € pro Jahr sind hier möglich. Aber wie bereits erwähnt kommt das stark auf das Unternehmen und deine Verantwortung an.  
Es sind durchaus noch höhere Gehälter erreichbar. 
So oder so: Ein erfolgreicher E-Commerce Manager braucht sich finanziell wenig sorgen zu machen. 


Weiterbildungen im E-Commerce

Wie der Name schon sagt: Kaufleute im E-Commerce ist auch eine klassische kaufmännische Ausbildung. Das bedeutet, dass einige Elemente der Volks- und Betriebswirtschaftslehre sowie des Rechnungswesens in deine Ausbildung einfließen. In erster Linie wird dir dieses Wissen wahrscheinlich durch die Berufsschule vermittelt. Durch die kaufmännische Ausbildung und dem breiten Themensprektrum im E-Commerce stehen dir nach deiner Ausbildung viele verschiedene Weiterbildungsmöglichkeiten offen. 
Eine Möglichkeit wäre die Weiterbildung zum Fachwirt und anschließend zum Betriebswirt. Durch den Allrounder-Charakter dieser Ausbildung hast du auch die Möglichkeit, dich in den Bereichen Wirtschaft, E-Commerce, Logistik und Marketing weiterzubilden. Auch eine Spezialisierung in einem der Bereiche oder ein Zusatzstudium sind möglich. 

Du siehst, nach der Ausbildung ist noch lange nicht Schluss. Lebenslanges Lernen wird im E-Commerce groß geschrieben. Sobald du das verinnerlicht hast, stehen dir alle Türen offen. 

Fazit

Die Ausbildung im E-Commerce ist wohl einer der zukunftsorientiertesten Berufe. Nicht nur, weil der Onlinehandel nicht mehr wegzudenken ist, sondern auch, weil einfache Tätigkeiten durch Automatisierung und KI wegfallen und somit vernetztes und interdisziplinäres Denken wichtiger denn je ist. Durch die breite Aufstellung müssen ausgebildete Kaufleute im E-Commerce vorerst nichts fürchten. Zudem bietet der Beruf nach der Ausbildung eine große Auswahl an Weiterbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten.

Und wie lautet Fabricios Fazit? Nach 3 Jahren Ausbildung blicken er und Noah auf ihren Werdegang zurück und ziehen ihr Fazit zur Ausbildung im E-Commerce & Marketing.

Fazit nach 3 Jahren Ausbildung im E-Commerce & Marketing